Dienstag, 9. April 2013

Indien - Jodhpur



Schon als Teenager wollte ich immer einmal nach Indien und besonders nach Rajasthan. In meiner Phantasie sah ich mich, auf dem Rücken eines Pferdes von einem Maharadschapalast zu dem anderem reiten.  
Nun Jahre später hat sich dieser Wunsch erfüllt, allerdings bin ich nicht auf dem Pferd geritten, da ich es erstens nicht kann und es zweites viel zu heiß ist.


 
Gewohnt haben wir in einer wunderschönen Haveli, mitten in der Altstadt von Jodhpur. Wenn man in das Haus hineintritt, dann bleibt der Lärm, Staub und das ganze trubelige Leben draußen. Ruhig, großzügig und still ist es dort.
Ist das nicht ein wunderbarer Blick, den man von der Dachterrasse auf die Altstadt hat? Am Morgen, wenn die Menschen alle auf das Dach kommen und mit einem Gebet gesegnetes Wasser auf den Boden giessen. Die Milchhändler mit ihren Wagen durch die schmalen Gassen ziehen und die Milch in die mitgebrachten Behälter füllt. Hat man keinen dabei, dann wird sie eben in einer Plastiktüte nach Hause gebracht. Am Abend, wenn das Fort Meherangarh angestrahlt wird und man die Gesänge und das Schlagen der Glocken aus den Tempeln vernehmen kann, ist es einfach nur schön.
 
 
Die Fahrt nach Jodhpur war mit etwas Aufregung verbunden, der einzigen während der drei Monate. Der Taxifahrer, der uns zum Bahnhof bringen sollte, kam eine viertel Stunde zu spät. Dann fuhr er kreuz und quer durch die Stadt und ließ uns auch am Bahnhof heraus, allerdings am ganz anderen Ende, sodass wir mit dem Gepäck nochmals 10 min zum Hauptgebäude laufen durften. Natürlich waren viele Treppen hochzulaufen. Aufzug? 
Natürlich nicht! Ihr könnt euch meinen Ärger vorstellen. Hatte doch der Taxifahrer hat immer wieder bestätigt uns am richtigen Ort herausgelassen zu haben. Hier habe ich Indien von seiner unangenehmen Seite kennenlernen dürfen. Wie wir dann gesehen haben, war am Haupteingang des Bahnhofes sehr viel Verkehr und Stau, das schien dem Fahrer zu vielund er wählte die für ihn angenehmere Variante.
Die Fahrt im Nachtzug war erstaunlich angenehm und unsere Tochter war ganz begeistert.  
 



 
In Jodhpur habe ich es geliebt durch die Gassen zu schlendern und war begeistert von den wunderbaren Farben der Saris, der vielen Stoffläden und den kleinen Geschäfte mit allerlei Köstlichkeiten, Duftölen,... Das Essen habe ich geliebt, besonders Palak Paneer, Malai Kofta, ach und noch vieles mehr. Die wohl besten Samosas bekommt man in der Nähe des Clock Towers. So noch lauwarm - ein Genuss.
Das Fort  Meherangarh haben wir natürlich auch besucht. Einen großartigen Blick hat man über die Stadt und die Verziehrungen des Palastes sind einfach nur atmenberaubend. Bilder zeige ich euch ein anderes Mal.



 

Kommentare:

KrokodiLina hat gesagt…

wie wunderbar! danke fürs mitnehmen in eine andere sagenhaft schöne welt! irgendwann werde ich diese ecke auch bereisen, nicht nur im kopf...
liebe grüße
dania

Tinka hat gesagt…

Deine Bilder sind wahnsinnig schön. Indien würde mich auf alle Fälle auch reizen.
LG
Tinka

Frau Hibbel hat gesagt…

Wunderschön! Indien ist auch schon so lange mein Reisetraum, aber bisher hat es nie geklappt. Allerdings muss ich auch zugeben, das mich die Meldungen der letzten Monaten bzgl. dem Verhalten gegenüber Frauen ein bisschen abgeschreckt haben. Aber wenn 15 Minuten Warten und am falschen Ende des Bahnhofs absetzen das Schlimmste war was Euch passiert ist, kann es ja nicht so wild sein ;O). Ich glaube sowas passiert mir regelmäßig auf Reisen. GlG, Nadine

michèle von peek-a-boo hat gesagt…

das muss einfach wahnsinnig schön gewesen sein. danke, dass du uns mitgenommen hast!

liebe grüße sendet dir michèle