Mittwoch, 3. August 2011

Stop & think for a while


Wie habt ihr die letzten 3'586 Tagen verbracht? Was habt ihr so alles erlebt?
Wie oft habt ihr euch gewünscht, dass sich das Leben ändern soll? Seid ihr eure Träume/Wünsche bewusst angegangen und habt ihr versucht, sie euch zu erfüllen?

Als ich diesen Bericht gelesen habe, da ist mir einmal wieder bewusst geworden, wie gut es mir bzw. uns allen in Freiheit geht. 
Sicherlich finden wir immer etwas, über das wir meckern, uns aufregen können. Wir wünschen uns, dass wir endlich dieses oder jenes machen können. Doch was oder wer hindert uns daran, es zu tun? Nur wir selber in allererster Linie. 

Aber wenn man sich vorstellt, dass man seit 10 Jahren im Gefängnis sitzt, keinen Besuch erhalten darf, auf keinen Prozess hoffen kann, der einem die Freiheit gibt oder durch den man erfährt, weshalb man eingesperrt ist, dann frage ich mich, ist mein/unser Gemeckere im Vergleich mit dieser Situation eigentlich gerechtfertigt?

  
Dawit Isaak ist seit 10 Jahren inhaftiert ohne Aussicht auf Entlassung und - wenn der Bericht stimmt - auch vom Tode bedroht durch die Folgen der Folter. 
Ich denke des öftern an ihn und frage mich: Wie kann ein Mensch diese Situation überleben, ohne dabei innerlich zu sterben? Hilft ihm der Glaube an Gott,an das Göttliche im Allgemeinen, tröstet ihn die Literatur, mit der er sich beschäftigen darf? Rettet ihn seine Fantasie? Ich weiß es nicht, ich denke, es könnte eine Mischung aus allem sein

Ich möchte euch mit diesem Post nicht aufrufen, euch für die Freilassung von Dawit Isaak einzusetzen; das überlasse ich  eurer Entscheidung. Vielmehr möchte ich euch ermutigen, euer Leben in Freiheit zu gestalten, euch daran zu erfreuen und diese Freiheit zu geniessen.
Wir sollten immer daran denken, weder Angenehmes noch Unangenehmes auf morgen zu verschieben. Packen wir unsere Aufgaben sofort an, dann können wir uns über jeden Tag freuen.   


 

Kommentare:

Christine hat gesagt…

"Wie kann ein Mensch diese Situation überleben, ohne dabei innerlich zu sterben?"
Dieser Satz von dir gefällt mir besonders gut.
Dawit Isaak ist ja nur einer von vielen zu Unrecht Gefangenen.
Wir können allen Trost spenden und Kraft senden, indem wir immer wieder in Liebe an sie und ihr Schicksal denken.Gedanken sind stark: im Positiven wie im Negativen.
Danke für diesen besinnlichen Blog mit dem schönen, passenden Foto.

PepitaCaro hat gesagt…

Ob mein Name auf einer Liste (www.freedawit.com) hilft? Jetzt ist die Zeit zum Handeln. Wie gut, dass Du mich heute daran erinnert hast.